Weißsieden

Ring Elegance Bei purador erhältlich: Ring Elegance

Um silberne Schmuckstücke möglichst lange davor zu bewahren, dass sich die typische dunkle Oxidationsschicht bildet (Anlaufschutz), werden die Werkstücke zum Schluss des Fertigungsprozesses häufig nach folgendem Verfahren behandelt. Die Silberwaren werden in eine heiße zehnprozentige Schwefellösung getaucht. Dabei entsteht ein stumpfer mattweißer Überzug auf dem Schmuckstück. Die Schwefellösung sorgt nämlich dafür, dass die in der Silberlegierung enthaltenen Kupferanteile ausgelöst werden. An der Oberfläche bleibt folglich ein erhöhter Silberanteil zurück. Durch diese Anreicherung entsteht quasi eine dünne Schicht mit höherer Silberlegierung als im Kern beispielsweise des Ringes. Sie kann bis hin zu Feinsilber gehen. Und je höher die Legierung, desto geringer ist die Neigung zum Anlaufen des Silberschmucks.

Nach dem Weißsieden wird die stumpfe Schicht abgekratzt. Oft muss das Verfahren des Weißsiedens mehrmals wiederholt werden, bevor dann das gesottene Schmuckstück versäubert, geschliffen und poliert werden kann. Manch ein Goldschmied und Designer nutzt dagegen die weiße Oberfläche als Stilmerkmal und lässt sie einfach so, wie sie ist. Sie ist allerdings nicht von Dauer, sondern arbeitet sich ab. Zum Vorschein kommt dann das glänzende Silber.