Weißgold
Weißgold entsteht aus einer Legierung aus Gold und Palladium oder (früher) Nickel sowie weiteren Beimischungen. Zusammen mit Nickel ergibt sich eine hellere Farbe, aber das unedle Metall ruft bei vielen Menschen Allergien hervor. Deshalb verwendet man heute Palladium. Dies führt zu einer dunkleren, grau anmutenden Metallfarbe. Echtes Weißgold ist nicht weiß!
Schmuckstücke aus Weißgold werden daher meist mit einer mikroskopisch dünnen Schicht aus Rhodium versehen, »rhodiniert«. Rhodium ist sehr hell, silberfarben und hoch reflektierend. Sie sehen also nicht das Weißgold sondern das Rhodium. Eigentlich eine verkehrte Welt. Daher gehen inzwischen einige Schmuckdesigner, Goldschmiede und Manufakturen dazu über, das ursprüngliche und unbehandelte Weißgold zu verarbeiten und auf das Rhodinieren zu verzichten. Um sich vom üblichen Weißgoldschmuck mit Rhodiumüberzug abzuheben, wird manchmal auch die Bezeichnung Graugold verwendet. Zu beachten ist vor allem auch folgendes: Da sich die hauchdünne Schicht aus Rhodium bei der täglichen Beanspruchung insbesondere von Ringen vom Trägermaterial abarbeitet, werden rhodinierte Schmuckstücke mit der Zeit ohnehin etwas dunkler. Der Juwelier Ihres Vertrauens sollte Sie immer darauf hinweisen.