Vergolden
Beim Vergolden wird durch ein galvanisches Verfahren eine dünne Goldschicht auf ein Metallteil aufgebracht, bei dem es sich im Falle von Schmuck meist um Silber handelt. Dieses Objekt muss dazu stromleitfähig sein, denn die Galvanik (bzw. Elektrolyse) nutzt die Eigenschaft, dass sich das ursprünglich in einer leitenden Lösung befindliche Gold durch Stromdurchleitung auf der Metalloberfläche des in die Lösung getauchten Gegenstandes abscheidet. Es ist heutzutage möglich, das Verfahren so zu konfigurieren, dass Stärke und Haltbarkeit des Überzugs genau bestimmt werden können. Die Ergebnisse liefern strapazierfähige und damit alltagstaugliche Oberflächen beim Schmuck.
Je nach verwendeter Goldlegierung wird unter anderem von Hartvergolden, bei Aufbringen von Hartgold, einer Legierung mit Nickel, die nicht mehr zulässig ist, oder Feinvergolden bei Aufbringen von Feingold gesprochen.
Wegen seiner einfachen und ungiftigen Handhabung ist diese Art der Vergoldung bei Schmuck heute am weitesten verbreitet. Streng genommen handelt es sich um das Plattieren. In Fachkreisen wird nämlich unterschieden zwischen dem Plattieren (dem hier beschriebenen galvanischen Verfahren) und dem Vergolden, genauer dem Feuervergolden. Letzteres ist ein sehr altes Verfahren zum Goldauftrag, bei dem die Schmuckstücke mit einem Goldamalgam (Gold-Quecksilber-Gemisch) behandelt werden und anschließend das Quecksilber in diesem Amalgam durch Erhitzen zum Verdampfen gebracht wird. Dies funktioniert, weil Gold erst bei größerer Hitze in die Gasphase übergeht.

