Trommelsteine

Beim Juwelier auf Ketten aufgezogen und einzeln zum Beispiel als Handschmeichler werden Sie häufig auf Edelsteine treffen, die ungleichmäßig rundlich geschliffen sind, meist aus undurchsichtigem Steinmaterial und wenig intensiven Farben bestehen. Wie entstehen diese Steine? Sie werden Trommelsteine genannt und dies liegt an ihrer Herstellung.

Edelsteine, die sich aufgrund der Qualität (oder der Mode) nicht zum Facetten- oder Cabochonschliff und zum Fassen in Schmuck eignen, werden grob zerkleinert und dann in großen Mengen in Trommeln gegeben, die sich tage- und wochenlang um die eigene Achse drehen. Die Steine im Innern der Trommel werden dadurch laufend gegeneinander gerieben und schleifen sich mit der Zeit gegenseitig ab. Dabei werden natürlich auch einige Steine vollständig zerstört. Insgesamt aber entstehen durch dieses Verfahren ohne hohen Arbeitsaufwand recht ansprechende Edelsteine. Man macht sich also zunutze, was auch alle Flusssteine im Laufe eines Zeitalters so schön geformt hat, die gegenseitige Reibung.