Perlen

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Wenn auf den Seiten von purador oder beim Juwelier von Perlen die Rede ist, sind fast immer Zuchtperlen gemeint. Eine Ausnahme bilden die winzigen Orientperlen. Größere und hochwertige Naturperlen sind äußerst selten und teuer und daher in der normalen Schmuckfertigung nicht gebräuchlich. Schmuck aus Naturperlen ist unerschwinglich.

Perlen sind Wunder der Natur, Schätze aus dem Wasser, welche uns in vielfältiger Art zum Geschenk gemacht werden. Allen Perlen gleich ist, dass sie durch die Ummantelung eines Fremdkörpers im Inneren einer Muschel (selten einer Schnecke) mit organischen Schichten entstehen. Ist der Fremdkörper ohne Einwirkung des Menschen in die Muschel geraten, spricht man von Naturperlen. Wurde er implantiert, handelt es sich um eine Zuchtperle. Diese sind ein Ergebnis von Forschung und kaufmännischem Geschick des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ihr Siegeszug begann nach dem 2. Weltkrieg.

Zuchtperlen wurden und werden in den verschiedensten Regionen der Welt kultiviert. Die Erläuterung im Lexikon von purador konzentriert sich auf die wichtigsten Erzeuger Japan (Akoyaperlen) und China (Süßwasserperlen) als Einzelstaaten sowie die Südsee als Region (Tahitiperlen). Jedes Land setzt dabei auf seine ganz spezifischen Muschelarten und Methoden, das Perlenwachstum anzuregen.

Grundsätzlich unterscheidet man Süß- und Salzwasserperlen. Die produzierenden Muscheln stammen aus speziellen Zuchtfarmen. Sie werden mit etwa zwei Jahren für die Perlenzucht eingesetzt. Es handelt sich übrigens nicht um die bei Feinschmeckern geschätzten Austern, sondern in den meisten Fällen um Tiere aus der marinen Gattung Pinctada und den Süßwassergattungen Margeritifera und Unionida.

Der Muschel wird unter Betäubung ein winziges Stück fremden Muschelgewebes sowie – je nach Art – ggf. noch ein formgebender Kern aus geschliffenem Perlmutt eingesetzt. Danach werden die Muscheln durch Käfige geschützt in Küstennähe im Wasser ausgebracht. Das fremde Muschelgewebe bildet den sog. Perlsack. Durch die Umhüllung mit eigener Perlsubstanz entsteht darin in ca. zwei bis drei Jahren die fertige Perle. Das Perlmutt für einen Kern stammt zum Beispiel aus den Schalen amerikanischer Flussmuscheln. 20 bis 30 % der Tiere stirbt nach der Operation, ein weiterer Teil stößt den Fremdkörper ab. Wasserqualität, Nähr- und Sauerstoffangebot sowie Temperaturschwankungen während des Wachstums bestimmen das Ergebnis. Zur Qualitätskontrolle werden in großen Farmen regelmäßig Röntgenuntersuchungen der Tiere vorgenommen.