Pergament

Pergamentcollier aubergine Bei purador erhältlich: Pergamentcollier aubergine
Pergamentcollier Violetta Bei purador erhältlich: Pergamentcollier Violetta

Bei Pergament handelt es sich um dünne Tierhäute von Rind, Schwein und Ziege. Sie werden im Gegensatz zur Lederherstellung so bearbeitet, dass sie erstens im fertigen Zustand sehr hell und transparent und zum zweiten sehr fest sind. Von der Antike bis ins Mittelalter hinein wurde echtes Pergament als Schreibgrundlage verwendet, bevor es vom Papier aus Zellstoff abgelöst wurde. Heute findet Pergament vor allem bei der Herstellung von Musikinstrumenten sein Einsatzgebiet. Daneben wird es auch als stabilisierender Materialüberzug für bestimmte Holzprodukte verwendet.

Pergament ist sehr leicht und wirkt durch seine Transparenz zart. Es ist aber im Gebrauch ein äußerst robustes und haltbares Material. Davon zeugen auch die uralten Pergamenthandschriften. Im Kunsthandwerk – dazu zählt auch die handwerkliche Fertigung von Schmuck – wird es durch Färbung, Musterauftrag, Zuschnitt und Formgebung zu einem schier unerschöpflichen Werkstoff. Seine Zähigkeit lassen die Objekte dauerhaft in Form bleiben, ohne dass sie besonders vorsichtig behandelt werden müssten. Allerdings ist Pergament wasserempfindlich und neigt dann zu Wellenbildung.

Je nach verwendeter Tierhaut besitzt Pergament unterschiedliche Strukturen, wie wir sie auch bei Leder kennen. Bei Rindshaut ist die Oberfläche sehr glatt, weist aber ggf. Narbungen auf. Ziegenhaut ist von feiner Struktur. Schweinshaut zeigt die deutlichen Poren der Borsten. Durch die Nutzung relativ kleiner Pergamentstücke bei der Schmuckherstellung sind allerdings diese Unterschiede oftmals nicht mehr deutlich erkennbar.

Nicht zu verwechseln mit echtem Pergament ist sogenanntes Pergamentpapier, welches seinen Namen wegen der transparenten Eigenschaft erhalten hat. Hierbei handelt es sich um ein Zellstoffpapier.