Mondstein
Dieser Edelstein hat in den letzten Jahren eine Renaissance im Schmuck erfahren. Mondsteine gehören zur Gruppe der Feldspate, bestehen aus Kalium-Aluminium-Silicat und haben eine geringe Mohs‘sche Härte von 6 bis 6,5. Sie sind milchig bis trüb, schimmern dafür aber seidig bis silbern. Die Farben gehen von Weiß über Gelb, Orange und blauen oder grünlichen Tönen bis zu Grau. Je intensiver das Schimmern erkennbar ist, desto wertvoller ist der Edelstein, der immer als Cabochon geschliffen wird. Mondsteine kommen vorwiegend aus Sri Lanka, aber auch aus Indien, den USA und Brasilien.
Am schönsten sind die schmeichlerischen Töne in Pfirsichfarben und die weißen Steine mit intensivem blauem Schimmer. Diese Erscheinung ist das Besondere am Mondstein. Er resultiert aus dem Aufbau des Kristalls, in dem sich eine Lamellenstruktur gebildet hat. Sie sorgt für Brechungen, die das menschliche Auge als flächigen und über die Oberfläche gleitenden Schimmer wahrnimmt. Je mehr dabei eine Dreidimensionalität und Tiefe erkennbar wird, desto wertvoller wird der Stein.