Legierung
Von Legierung spricht man, wenn mehrere chemisch reine Metalle zu einer Mischung verarbeitet werden und dabei wieder ein optisch wie mechanisch einheitliches Metall ergeben. Um Edelmetalle im Handwerk überhaupt bearbeiten zu können und zu dauerhaft tragbaren Objekten zu formen, werden Edelmetalllegierungen erzeugt. Diese dienen zum einen der Stabilisierung des Metalls, zum anderen der Farbgebung (vor allem bei Gold). Darüber hinaus macht dies das Schmuckmetall und damit den Schmuck etwas günstiger als das reine Edelmetall.
Praktisch alle Schmuckmetalle sind tatsächlich aus Platin-, Gold- oder Silberlegierungen. Die Zahlenangaben, die Sie in das Metall der Schmuckstücke eingestempelt sehen, geben Auskunft darüber, welchen Anteil das Hauptmetall an der Gesamtlegierung hat. Man spricht hier vom Feingehalt.
Neben der Farbgebung wirken sich die Beimischungen vor allem auch auf die Verarbeitungseigenschaften des Ausgangsmetalls aus. So wird Silber härter und damit haltbarer durch die Legierung mit Kupfer und anderen Metallen. Interessant ist, dass bereits geringe Mengen eines weniger edlen Zusatzmetalls entscheidende Wirkung zeigen. Im Falle von Gold sorgen bereits 16 % Palladium für eine Weißgoldlegierung.
Die gebräuchlichsten Edelmetalllegierungen sind unter den Stichworten Gold, Silber und Platin beschrieben.