Gold
Gold – wunderbares Metall, schon seit Jahrtausenden sowohl als Material für Schmuck wie auch für Münzen und als Demonstration der Macht gebraucht. Chemisch Aurum, AU, 79. Stelle im Periodensystem der Elemente. Gold hat eine relativ hohe Dichte, das heißt, es fühlt sich schwer an. Sein unverwechselbarer warmer, gelber Glanz übt auf viele Menschen einen besonderen Reiz aus. Es ist das einzige in der Natur vorkommende Metall, welches diese Farbe hat.
In der Schmuckfertigung wird reines Gold sehr selten verwendet, denn es ist sehr weich. In diesem Fall spricht man von Feingold.
Die in Deutschland üblichen Legierungen sind 750/-, 585/- und 333/-. Die Zahlenangaben bedeuten einen Goldanteil von 750, 585 bzw. 333 Teilen reinem Gold auf 1000 Teile der fertigen Legierung. Je nach beigemischten Metallen entstehen die verschiedenen Goldfarben (Gelbgold, Rotgold, Roségold, Weißgold usw).
Die im Alltag noch gebräuchlichen Bezeichnungen der Legierungen in Karat sind offiziell nicht mehr zulässig. 24 Karat sind reines Gold, 18 Karat entsprechen einer Legierung von 750/-, 14 Karat entsprechen 585/- und 8 Karat 333/-.
Übrigens: Andere Länder, andere Sitten. Neben den oben genannten in Deutschland gängigen Legierungen gibt es weitere Mischungsverhältnisse wie etwa die 375/- Legierung (»9 Karat«), 416/- (»10 Karat«), 916/- (»22 Karat«) und viele weitere in anderen Ländern.
Für die Schmuckherstellung hat Gold neben seiner Schönheit aber auch noch einige sehr praktische Vorteile. Es ist durch Gase in der Luft wie auch durch die meisten Säuren und Laugen nicht angreifbar, oxidiert nicht und gibt keine Farbe auf den Träger ab. Darüber hinaus ist es sehr gut verformbar, ohne zu brechen oder zu reißen. Gold lässt sich dehnen, walzen und polieren. Am besten demonstriert das die Herstellung von Blattgold, bei dem Goldplatten sukzessive bis auf eine »Dicke« von einem zwölftausendstel Millimeter ausgewalzt wird und selbst dann noch weiter verarbeitet werden können. Allerdings erhält Goldschmuck aufgrund seiner Weichheit beim Tragen Gebrauchsspuren wie Kratzer, Dellen oder Kerben. Bei Schmuckstücken, die starker Beanspruchung ausgesetzt sind (vor allem Eheringe), wird damit im Laufe der Zeit die Oberfläche unregelmäßig. Wenn man es wünscht, so kann der Juwelier oder Goldschmied dies wieder durch Polieren rückgängig machen.