Diamant

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Der Diamant ist der beliebteste Edelstein für Schmuck. Ein Diamant besteht aus reinem kristallinem Kohlenstoff und ist das härteste bekannte Mineral mit einer Mohshärte von 10. In den meisten Fällen sind Diamanten durchsichtig und mehr oder weniger farblos.

Die überwiegende Zahl der geförderten Rohdiamanten eignen sich nicht zu einem Schmuckstein. Nur etwa ein Viertel wird dazu weiterverarbeitet, von denen wiederum nur ein Bruchteil höchste Qualitätsansprüche erfüllt.

Rohdiamanten haben meist eine unregelmäßige, schmutzig braune Oberfläche. Praktisch alle Steine werden zunächst durch Spalten oder Sägen geteilt, um sie anschließend in die verschiedenen Formen zu schleifen. Erst durch das Spalten und Schleifen kommt die Schönheit des Steins ans Licht. Dazu muss der ursprüngliche Stein von einem Diamantschleifer danach beurteilt werden, wie er am idealsten weiterverarbeitet werden kann. Hier gilt es, entweder eine möglichst hohe oder eine möglichst hochwertige Ausbeute aus dem Ausgangsmaterial zu erhalten. Beides gleichzeitig lässt sich kaum erreichen. Natürliche Unregelmäßigkeiten bestimmen die idealen Spaltlinien. Sehr selten haben Rohdiamanten die vom Kristallgitter vorgegebene Form eines Oktaeders. In diesen Fällen bietet sich die Teilung in zwei Pyramiden geradezu an, die dann als Ausgangsform etwa für einen klassischen Brillanten oder einen Princessschliff genutzt werden können.

Diamanten werden immer mit einem Facettenschliff bearbeitet. Die verschiedenen Facetten bringen die optischen Eigenschaften des Steins wie Glanz, Farbe und Reflexion zur Geltung. Neben dem nach wie vor am weitesten verbreiteten Brillantschliff sind noch viele andere wie Navette, Tropfen, Oval, Carré, Oktagon und Herzform gängig. Der echte Brillantschliff hat genau 57 Facetten. Seit einigen Jahren gibt es besonders hochwertige Steine in den Schliffformen Context Cut® und Spirit Sun®, deren Ursprung und Rechte ausschließlich bei der Diamantmanufaktur Freiesleben liegen. Übrigens ist Brillantschliff nicht gleich Brillantschliff: Liegen die oberen und unteren Facetten in einem optimalen Verhältnis zueinander, so dass sich bei Draufsicht deutlich ein Stern erkennen lässt, haben wir es mit dem König der Brillantschliffe zu tun.

Wichtigstes Ziel eines jeden Schliffs ist, das sogenannte Feuer, die Strahlkraft des Diamanten zur Geltung zu bringen. Die Facetten müssen dazu in bestimmten Winkeln zu einander liegen, so dass das einfallende Licht vollkommen zur Oberseite reflektiert und nicht verschluckt oder nach hinten gelenkt wird. Dies erfordert höchste Präzision. Erstaunlicherweise sind auch heute noch Schliffe von der Hand eines Experten denen einer Maschine überlegen. Aufgrund der Kosten werden diese meist für besonders hochwertiges Material vorgezogen.

Die Qualitätsbeurteilung eines Diamanten findet nach den 4 C statt: Carat (Gewicht), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) und Colour (Farbe). Die Reinheit eines Diamanten wird in Kategorien von lupenrein ([internally] flawless, fl bzw. if) über kleinste ([very, ]very small inclusions, [v]vsi) und kleine Einschlüsse (small inclusions, si) bis hin zu deutlichen Einschlüssen (Pikée, pi) angegeben. Ernstzunehmende Schmuckqualitäten reichen von if bis vsi. Danach lässt das Feuer so deutlich nach, dass das Ergebnis enttäuschend ist. Sie sollten beim Einkauf bei Ihrem Juwelier darauf achten.

Die Farben eines Diamanten entstehen durch feinste Spuren von Verunreinigungen. Bei normalen Diamanten unterscheidet man nach einer Skala von reinem, hochfeinem Weiß über Weiß bis hin zu (gelblichen oder bräunlichen) Tönungen. Dabei gibt es Farbgebungen, die attraktiv und gewünscht sind, wie etwa warme Cognactöne. Darüber hinaus werden in extrem seltenen Fällen Diamanten gefunden, die eine intensive Farbe haben, wie etwa in Blau, Pink, Rot, Gelb. Diese äußerst wertvollen Diamanten werden auch als »Fancy Diamonds« bezeichnet. Es handelt sich um Liebhaberstücke.