Beryll
Alle Aluminium-Beryllium-Silicate, die nicht Aquamarine (Eisenanteil) oder Smaragde (Chromanteil) sind, werden als (Edel-)Berylle bezeichnet. Sie alle haben eine Mohs‘sche Härte von 7,5 bis 8, was relativ hoch ist. Es gibt sie in den verschiedensten Farben von gelb über rötlich, rosa und violett bis hellgrün. Die bekanntesten Varietäten haben eigenständige Namen erhalten. Dabei spielt die Farbe der Edelsteine die entscheidende Rolle
- Der Goldberyll ist zitronen- bis goldgelb. Er stammt aus Brasilien, Madagaskar, Namibia, Russland oder der Ukraine.
- Der Morganit ist zartrosa, fliederfarben bis zartviolett. Er stammt aus Brasilien, Madagaskar, Afghanistan oder China.
- Der Heliodor ist hellgrün mit gelbem Stich. Je nach Gelbanteil ist die Nähe zum Goldberyll sehr groß. Man findet ihn in Brasilien, Madagaskar, Mozambique, Nigeria oder Afghanistan.
- Der Bixbit ist rot, meist hell oder wässrig. Er ist eine sehr seltene Varietät aus US-amerikanischen Lagerstätten, die nur sehr kleine Steine liefert.
- Der Goshenit ist farblos. Auch er kommt meist aus den USA.
Die Eigenschaften wie Sprödigkeit und Farbverbesserung durch Brennen (Erhitzen) haben die Edelberylle gemeinsam. Aus grünlichen Edelberyllen lassen sich so auch »falsche« Aquamarine herstellen. Ansonsten werden Morganit und Goldberyll am häufigsten für Schmuck verwendet.

