Aquamarin
Der Aquamarin ist ein wasserblauer Edelstein relativ hoher Mohs‘scher Härte (7,5 bis 8). Er gehört wie der Smaragd zur Gruppe der Berylle. Das farbgebende Element im Kristall (Aluminium-Beryllium-Silicat) ist Eisen. Die Edelsteine können je nach Farbintensität mitunter genauso teuer werden wie Smaragde. Aquamarine werden vor allem in Brasilien, Mozambique, Nigeria und in Afghanistan geschürft.
Besonders feine, tief blaue und wunderschöne Aquamarine aus Brasilien werden nach ihrer Lagerstätte als Santa-Maria-Aquamarine bezeichnet. Es gibt in Anlehnung an diese (Farb-)Qualitäte auch afrikanische Steine mit Namen Santa-Maria-Africana.
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie mit Ihrem Schmuck in die Sonne gehen, denn Aquamarine sind lichtempfindlich. Insbesondere einfachere Qualitäten, die nur eine geringe Farbtiefe aufweisen, verlieren dadurch weiter an Wert. Durch Erhitzen kann dieser qualitätsmindernde Effekt aufgefangen werden: Die Steine werden farbintensiver und die Farbe wird beständiger. Allerdings muss die Hitze dosiert sein, sonst droht Zerstörung.
Selbstverständlich ist ein reiner, großer und farbintensiver Aquamarin ein außergewöhnliches Juwel. Aber schöne und interessante Steine zum Beispiel für große Schmuckringe erhält man gerade auch aus Material mit geringen Einschlüssen. Dagegen werden vollkommen trübe Steine zu mehr oder weniger großen Kettensteinen verarbeitet. Das Verfahren hierzu ist das Trommeln.
Aquamarine werden häufig im Smaragd-, Treppen- oder auch mit Tafelschliffen angeboten. Darüber hinaus gibt es sie als schöne Cabochons, gerade wenn sie deutliche Einschlüsse haben.