Nanna Grønborg
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Nanna Grønborg |
Portrait
Kann Schmuck geradezu ätherisch leicht sein? Kann er! Jedenfalls der Schmuck von Nanna Grønborg. Er ist manchmal so zart, dass wir uns zunächst kaum trauen, ihn anzufassen, umzulegen, ihn zu tragen. Diese Vorsicht ist aber vollkommen unberechtigt, denn die Colliers sind ebenso fein wie elastisch. Diese Eigenschaft des Schmucks der Designerin ist vielleicht noch überraschender als seine bisher nicht gekannte Zartheit. Sie verleiht den Stücken unschlagbaren Tragekomfort und macht sie so genial unkompliziert.
Nanna Grønborg stammt aus Dänemark und ist auf dem Land aufgewachsen. Ihre Kreativität verdankt sie unter anderem ihrem Vater, der Architekt war. So war ihr erster Ausbildungsweg auch durch ein Architekturstudium geprägt, welches sie in die USA führte. Kurz darauf hat sie das Denken und Gestalten im Großen gegen das im Kleinen eingetauscht: Den Start in eine Schmucklaufbahn bildeten zwei Praktika bei Goldschmieden in Kopenhagen. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung konsequent fort mit der Berufsfachschule in Hanau, Gesellenjahren beim berühmten Hermann Jünger und bei Cada in München sowie mit dem Studium des Schmuckdesigns wiederum in Hanau.
Es liegt auf der Hand, dass Nanna Grønborg begeistert ist vom schlichten Design dänischer Künstler. Später jedoch hat sie gerade die Zeit bei Prof. Hermann Jünger nachhaltig beeinflusst, über die sie sagt: »Dieses Erlebnis löste mich von meiner technisch geprägten Ausbildung – mein eigener Schmuck wurde freier und farbig.« Nun, eine kleine Auswahl dieser freien und farbigen Schmuckstücke können Sie bei purador entdecken. Neben der fantastischen Leichtigkeit überzeugt bei der Goldschmiedin die Verwendung von fair gehandeltem Silber.
Lebenslauf
Geboren 1966 in Odder, Dänemark
1986 Abitur, Marselisborg Gymnasium in Århus
1986 - 1987 Studium der Architektur an der University of Oregon, Eugene, USA
1987 - 1989 Sabbatical und Praktika bei den Goldschmieden Kim Buck und Jan Lohmann, Kopenhagen
1989 - 1993 Berufsfachschule, Staatliche Zeichenakademie, Hanau
1993 Gesellenbrief, Assistenz bei Prof. Hermann Jünger in Zorneding bei München
1994 - 1996 Gesellenjahre als Goldschmiedin bei Cada Schmuck in München
1996 Eigene Werkstatt in München
1996 Gründungsmitglied der Gruppe »Neue Detailisten« mit den Goldschmieden Christiane Förster, Norman Weber, Mari Ishikawa, Peter Bauhuis, Rose Stach und Gisbert Stach
1998 - 2001 Studium des Schmuckdesigns an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau bei Franz Bette
2001 Staatlich geprüfte Gestalterin und Gold- und Silberschmiedemeisterin
Seit 2003 freischaffend tätig im eigenen Atelier in Augsburg
Ausstellungen
2000 »Schmuck 2000« auf der Internationalen Handwerksmesse, München
2005 Weihnachtsausstellung Galerie Aurum, Frankfurt
2008 »Silber Heute« im Maximilian Museum, Augsburg
sowie weitere Ausstellungen in Kopenhagen, Hanau, Hong Kong, München, Frankfurt am Main, Schriesheim
Stipendium
1999 Studien-Stipendium, Veilskovs Fond, Dänemark
