Birgitta Schulz, parsprototo

Birgitta Schulz, parsprototo
Birgitta Schulz, parsprototo

Portrait

Viele haben den Versuch unternommen, Birgitta Schulz hat es geschafft: Die Freiburgerin hat dem ehemals »großmütterlich« geltenden Perlenschmuck eine Verjüngungskur verordnet. Die Schmuckstücke von parsprototo bestechen durch eine ganz eigene Ausstrahlung: Leicht und feminin umspielen sie den Körper ihrer Trägerin. Massive Materialität ist ihnen fremd. Einfühlsam geht die Designerin mit Perlen, Steinen und Metallen um. In einem kontinuierlichen Prozess, in dem Intuition und formale Logik zusammenspielen, lotet sie neue gestalterische Möglichkeiten aus.

Hunderte kleiner Süßwasserperlen reiht die in Freiburg ansässige Schmuckgestalterin Birgitta Schulz aneinander. Aber anstatt die Perlen in klassischer Weise auf eine Seidenkordel mit Knoten zwischen jeder einzelnen Perle zu fädeln, setzt sie die zart schimmernden weißen, roséfarbenen oder grauen Perlen effektvoll auf flexiblen Stahl- oder Golddrahtschnüren in Szene. Als sichtbares Stilelement blitzen die hochwertigen Drähte frech zwischen den einzelnen Perlen hindurch. Und weil die jugendlich-frischen Colliers, Ohrstecker und Armbänder von Birgitta Schulz immer aus mehreren Drahtreihen bestehen, ergibt sich aus der losen Folge der vielen kleinen Perlen ein intergalaktisches Bild am Hals der Trägerin, das an Sternenfelder erinnert, die in unendlicher Entfernung zur Erde ihr Licht erstrahlen lassen. Das Besondere an Birgitta Schulz' Schmuck ist, dass er mit so wenigen simplen Elementen auskommt: Aus einfachen Grundformen schafft die Designerin effektvolle Stücke, die eine Aura von heller Zartheit und erfrischender Beweglichkeit umgibt. Gleichzeitig ist es die Mischung aus hochwertigen Materialien, guter Verarbeitung und der ausgewogenen Gestaltungskomposition, die ihre Schmuckobjekte so begehrenswert macht.

Werdegang

Birgitta Schulz wurde 1962 in Düsseldorf geboren. Sie studierte nach dem Abitur zunächst Jura, begann aber bereits währenddessen mit der Schmuckgestaltung. Von 1990 bis 1994 arbeitete sie in Zürich bei der Schmuckkünstlerin Antoinette Riklin-Schelbert. Frau Riklin gehört zu den Pionieren der modernen Schmuckkunst in der Schweiz. Geprägt hat Frau Schulz darüber hinaus Vratislav Novak aus Prag, der Professor für Schmuck an der dortigen Kunsthochschule war.

Seit 1995 ist Birgitta Schulz mit parsprototo in Freiburg selbständig. Ihre erste Schmuckkollektion präsentierte sie 1996 auf der inhorgenta, der großen Schmuckmesse in München. Seitdem entwickelte Sie ihren Stil des sachlich reduzierten, aber dennoch poetischen und femininen Schmucks kontinuierlich weiter. Birgitta Schulz stellt regelmäßig auf der inhorgenta Europe in München aus.

 Perlencollier Stella No. 4 von Birgitta Schulz, parsprototo 
 Perlencollier Stella No. 4 von Birgitta Schulz, parsprototo 
 Perlencollier Stella No. 8 von Birgitta Schulz, parsprototo 
 Armreif Fino von Birgitta Schulz, parsprototo